Es hat nicht sollen sein – sehr betrübt war die Stimmung bei den Spielern, Trainer und Betreuern der 2. Mannschaft des SC Rot-Weiß Nienborg 1923 e.V. am späten Mittwochabend (3. Juni 2026) auf dem Sportplatz in Wüllen.
In einem dramatischen Entscheidungsspiel unterlagen sie SUS Stadtlohn 3 mit 5:6 Toren und müssen den bitteren Gang in die Kreisliga D antreten.
Vor etwa 500 Besuchern war das Spiel im ersten Spielabschnitt sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften erspielten sich kaum Torchancen. Nach dem Seitenwechsel nahmen die Rotweißen das Heft mehr und mehr in die Hand und gingen in der 67. Minute in Führung. Die maßgeschneiderte Hereingabe von Yannik Beschorner von der linken Seite versenkte Daniel Möllers zum vielumjubelten Führungstreffer. Drei Minuten später waren die Gäste zur Stelle und markierten durch Mika Korten den 1:1 Ausgleich. Das war zugleich der Endstand nach der regulären Spielzeit
In der 13. Minute der Verlängerung entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, als Yannik Beschorner im Strafraum gefoult wurde. Mit einem beherzten Schuss vom Elfmeterpunkt ließ Michael Haase dem Gästekeeper keine Chance und es hieß 2:1 für RWN. Je näher das Spielende nahte, umso mehr drückten die Stadtlohner auf den Ausgleich. In der dritten Minuten der Nachspielzeit fand ein Freistoß aus dem Mittelkreis den Fuß von Max Terkuhlen, der RWN-Keeper Carlo Naber keine Chance ließ. Kurz darauf pfiff der Schiedsrichter die Partie beim Stand von 2:2 ab.
Beim anschließenden Elfmeterschießen hatten die Stadtlohner das Glück auf ihrer Seite. Zwei Strafstöße der Nienborger konnten nicht versenkt werden. Carlo Naber konnte einen Elfmeter abwehren. So war der Jubel bei den Stadtlohner am Ende groß und die Rotweißen standen mit gesenktem Haupt im Mittelkreis.
In der kommenden Saison heißt es dann, einen neuen Anlauf zu nehmen und die Kreisklasse C zurückzukehren.
Bilder: Tom Kuiper
