Integration durch Sport – Runder Tisch im Kreishaus – RWN stellt Integrationsarbeit vor

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Martin Mensing stellt Integrationsarbeit des SC Rot-Weiß Nienborg vor (Foto: KSB Borken)

„Integration durch Sport“: angeregte Diskussion im Kreishaus

Auf Einladung des Kreissportbundes Borken und der Ständigen Konferenz der Stadt- und Gemeindesportverbände tagte am Montag, den 07.11.2016 der 6. „Runde Tisch des Sports im Kreis Borken“. Im Kreisausschusssaal der Borkener Kreisverwaltung diskutierten über 50 Vertreter der kommunalen Sportverwaltungen, der im Kreisgebiet ansässigen Stadt- und Gemeindesportverbände und Sportvereine zum Thema „Integration durch und im Sport“.

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Hans-Georg Zurhausen, Präsident des KSB Borken (Foto: KSB Borken)

„Alle gesellschaftlichen Kräfte sind aufgerufen, geeignete Maßnahmen für eine gelingende Integration zu ergreifen und umzusetzen – hierzu gehört der gemeinwohlorientierte Sport, unsere Sportvereine und Sportverbände im Kreis Borken, als größte gemeinnützige, gesellschaftliche Organisation“, betonte Hans-Georg Zurhausen, Präsident des Kreissportbundes Borken, in seinem Grußwort. „Inzwischen arbeiten über 120 Sportvereine – das sind ca. 30 % aller im KSB Borken zusammengeschlossenen Vereine – bereits an Integrationsprojekten“, untermauerte der KSB-Präsident seine Aussage mit konkreten Zahlen.

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Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay (Foto: KSB Borken)

Im Mittelpunkt des Abends stand das Inputreferat „Integrationspotentiale des Sportvereins“. Frau Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay von der Universität Bielefeld zeigte in ihrem Vortrag auf, wie Sportvereine mit dem Thema „Integration“ umgehen, wie Migranten in Sportvereinen eingebunden sind und welche positiven Auswirkungen Integration durch Sport haben kann. Die Kernaussage von Prof. Dr. Kleindienst-Cachay lautete: „Die Förderung eines Vereinsentwicklungsprozeses in Richtung auf eine interkulturelle Öffnung des Sportvereins ist in Zukunft unumgänglich!“

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Vorstandsmitglieder von TV Westfalia Epe (Foto: KSB Borken)

Über die integrativen Kräfte, die im gemeinnützig ausgerichteten Vereinssport stecken, berichteten zwei kreisangehörige Sportvereine, SC Rot-Weiß Nienborg und TV Westfalia Epe. Beide stellten eindrucksvoll vor, wie die Integration „durch und mit Sport“ im Vereinsalltag gelebt wird. Die Schaffung eines positiven Identitätsempfindens, Anerkennung, Toleranz und individueller Förderung sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport wurden praxisnah beispielhaft dargestellt.

Der Vortrag ergänzt durch die beiden „best practice“- Beispiele bildete eine gute Grundlage für eine anschließende Diskussionsrunde.

Der fachlich geführte Austausch zeigte die Kompliziertheit der Integrationsproblematik im Sport. Der Aufbau von kommunalen Netzwerken und die Förderung der Integrationsarbeit der Sportvereine, der Umgang mit den Mitgliedsbeiträgen oder die fachverbandsspezifischen Regelungen der Teilnahme am Spielebetrieb von Migranten/innen wurden schnell zu Hauptthemen der Diskussion.

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Aus der fast dreistündigen Arbeitstagung ist folgendes Fazit festzuhalten: Integration kann nur im Verbund mit Partnern aus allen gesellschaftlichen Bereichen erfolgreich sein, die für Integration Verantwortung tragen und gemeinsam zielgruppenbezogen differenzierte Handlungskonzepte erarbeiten und umsetzen!

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Die konstruktive und offene Diskussion hat auch noch mal mehr die Wichtigkeit der Zusammenkunft „Runder Tisch des Sports im Kreis Borken“ untermauert und zeigt, welch wichtige Rolle das Gremium für die nachhaltige Vertretung verschiedener gesellschaftlicher Anliegen spielen kann.

Weitere Informationen zum Thema sind beim Kreissportbund Borken, Ansprechpartner Waldemar Zaleski, Tel.: 02862/4187941, mail: waldemar.zaleski@ksb-borken erhältlich.